Schokoladenkekse

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Auch wenn es – zumindest in Berlin – heute nicht danach aussieht: Es ist Hochzeitssaison! Und auch wir waren neulich zu einer Hochzeit eingeladen. Und da ich noch niemanden getroffen habe, dem meine Lieblings-Schokokekse nicht schmecken, hatte ich anlässlich der besagten Hochzeit eine Idee:
Ich mag nämlich dieses Hochzeitsspiel (das ja eigentlich gar keines ist, weil gar nicht gespielt wird), das darin besteht, daß das Brautpaar im Laufe des ersten Ehejahres – im Idealfall wöchentlich – eine Postkarte von seinen Gästen bekommt. Leider nur habe ich in der Vergangenheit oft beobachtet, daß die, die die Postkarten vorbereiten, am Ende der Feier alle Gäste ansprechen müssen, doch bitte, bitte eine oder zwei Karten mitzunehmen. (Für ein ganzes Jahr. Das ist doch nicht zu viel, oder?!). Also dachte ich mir, jeder der mitmacht, soll dafür direkt eine kleine Belohnung bekommen und dadurch zum Mitmachen motiviert sein: Habe bergeweise Schokokekse gebacken (genaugenommen 54, sicher ist sicher), einzeln verpackt und die Karten drangebunden. Das ganze wurde dann bei dem Italiener, bei dem gefeiert wurde, an einer langen Schnur an die Wand gehängt (Toller Laden, toller Chef: „Wassä brauchtstä? Hammer, Nagel? Istä italienischä Restaurante, darfstä alles aufhänge wassä du wiellstä!“) bzw. auf einem kleinen Regal darunter dekoriert und jeder konnte sich die Motive aussuchen, die ihm gefielen.Keksauswahl
Nun aber von vorne: Zunächst einmal das Rezept für

Schokoladenkekse

1 Ei (Gr. M reicht, wenn es Gr. L ist, ist das auch nicht schlimm) mit
120g (braunen) Zucker und
2 Päckchen Vanillezucker (oder 15-20g selbstgemachten) schaumig rühren.
150g weiche Butter oder Margarine hinzufügen und gut verrühren.
125g Mehl und
25g Kakaopulver (kein Instant-Pulver!) mit
1/2 gestrichenen Teelöffel Backpulver und
1 Prise Salz mischen, sieben und in die Zucker-Ei-Fettmasse hineinrühren.
150g gehackte Schokolade hinzufügen.

Backofen auf 180° oder 160°C (Umluft) vorheizen und mit zwei Löffeln ca. 25 – 30 kleine Teighäufchen auf zwei Backbleche setzen (also ca. 13- 15 Kekse pro Blech) – dabei ordentlich Abstand lassen, da die Kekse noch ziemlich aufgehen und sonst zusammenbacken, wie es mir dieses Mal auch wieder passiert ist… Auf mittlerer Schiene nacheinander jeweils ca. 15 min. backen.

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Bei dem Rezept kann man problemlos variieren: Ei-Allergiker können das Ei einfach durch Pfeilwurzelstärke oder anderen Ei-Ersatz nach Anleitung auf der Packung ersetzen, das habe ich auch schon oft gemacht und es gelingt gut. In dem Fall dann einfach Fett und Zucker schaumig schlagen und dann die Ei-Ersatz-Mischung dazugeben. Veganer benutzen darüber hinaus Margarine statt Butter sowie Zartbitterschokolade.

A propos Schokolade: Man kann sich bei der Wahl der Schokolade ordenlich austoben! Ich habe die Kekse schon mit gehackter weißer, Vollmilch-, Zartbitter-, Kinder- und Nußschokolade gemacht, mit karamellgefüllten Pralinen (die hatten zwar etwas dagegen, zerhackt zu werden, aber auch das hat geklappt) etc. – man kann also ganz nach seinem Geschmack vorgehen!

Dann habe ich aus meinem Postkartenfundus Karten mit möglichst passenden Motiven  ausgesucht und die Anhänger gebastelt – bin ja ein Stempelfreund, hatte meinen “ – ein bißchen süß muß sein“ – Stempel schon fertigen lassen, bevor ich hier auch nur den ersten Beitrag gepostet habe! Der Hinweis auf www.backsalon.de ist ganz dezent auf der Rückseite der Schildchen gelandet…

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Für das Einpacken habe ich zum Glück fast genug Zeit eingerechnet… Nicht unterschätzen, wie lange es dauert, 52 Kekse einzutüten, Karten und Anhänger aufzufädeln, zu verknoten und das Band zu kräuseln! Aber die Arbeit hat sich gelohnt und da es bei der Feier am Abend genug (und gut!) zu Essen gab war es auch nicht so schlimm, daß das Mittagessen vor lauter Einpacken ausgefallen ist…:

Kekse-für-Hochzeitsspiel

Ich hoffe sehr, daß sich „unser“ Brautpaar über die Karten freut!

Viel Spaß beim Backen und bei allen Hochzeiten, die Ihr in der nächsten Zeit besucht – und allen Brautpaaren dieses Jahres alles Gute!

Sonnige Grüße aus dem Backsalon,

Eure Mira

P.s. Da die Hochzeitsgesellschaft etwas kleiner ausgefallen ist als geplant, habe ich am Ende doch noch ein paar Karten mit gutem Zureden verteilt. Und über ein paar Kekse, die übriggeblieben sind, haben sich die netten Mädels aus meinem Haus freuen dürfen!

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